Unternehmen des Monats

Anker-Teppichboden

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Im Rheinland verwurzelt, international etabliert

Im kommenden Jahr wird Anker Teppichboden 160 Jahre alt. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter liegt bei 40 Jahren, die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei 20 Jahren. Das Dürener Familienunternehmen produziert zu 100 Prozent in seiner „Heimatstadt“ und engagiert sich sozial. Kurz: Anker Teppichboden ist ein alteingesessenes Familienunternehmen, wie es im Buche steht. Doch Anker Teppichboden ist auch überaus innovativ: Das Unternehmen fertigt Teppiche aus Recyclingmaterial, wird immer wieder mit internationalen Preisen ausgezeichnet und hat gerade erst wieder zwei reddot Design Awards gewonnen.

Werte und Innovationen

Markus Schoeller ist Geschäftsführer in sechster Generation und nimmt seine Verantwortung als Unternehmer sehr ernst: „Unser soziales Gewissen, wenn man es so nennen möchte, war in unserer Familie immer schon stark ausgeprägt. So gibt es zahlreiche Stiftungen für Schulen, Krankenhäuser und karitative Einrichtungen, die auf die Schoellers zurückzuführen sind. Wir haben beispielsweise vor 125 Jahren dem „Rheinischen Blindenfürsorgeverein 1886 Düren“ eine Blinden- und Senioreneinrichtung geschenkt, die wir bis heute ehrenamtlich begleiten. Auch im Sport sind wir aktiv, sponsern die hiesige Volleyballmannschaft und ein lokales Radrennen. Früher hatten wir auch ein eigenes Mitarbeiter-Erholungsheim in der Eifel, aber das haben wir aufgrund steigender Mobilität und dem Wunsch nach ferneren Reisezielen Ende der 60er Jahre aufgegeben. Nichtsdestotrotz liegen uns die Mitarbeiter sehr am Herzen. Ich kenne die meisten namentlich, mit vielen duze ich mich seit Jahrzehnten“, führt Schoeller aus.

Trotz des vielseitigen Engagements bleibt dem Unternehmen genügend Zeit für Innovation: Die aktuellen Kollektionen bestehen zu 70 Prozent aus recyceltem Polyamid. „Im Prinzip kann man sagen, dass wir alte PET-Flaschen zu Teppichen verarbeiten. Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig, deswegen nehmen wir zum Beispiel auch an der Aktion ‚Ökoprofit‘ des Kreis Düren teil. Dort diskutieren Firmen aus der Region Energieeinsparmöglichkeiten, z. B. bei den Leuchtmitteln“, erklärt Schoeller. Das Unternehmen ist bereits mit internationalen Preisen wie dem green good design award oder dem Good Design-Preis ausgezeichnet worden. Gerade erst hat Anker Teppichboden zudem zwei reddot design awards gewonnen: für das Kompakt-Strukturgewebe PIXA und für die Kollektion PERLON RIPS LCS. Bei PIXA wird statt des klassischen schwarzen oder grauen Schusses beim Weben ein farbiger Schuss verwendet, der im fertigen Teppich einen interessanten Farbakzent setzt. In der PERLON RIPS LCS-Kollektion wird das Le Corbusier-Farbsystem für PERLON RIPS-Teppiche verwendet. „PERLON RIPS ist unser wichtigstes Produkt. Es ist simpel, unkaputtbar und ein echter Klassiker – immerhin stellen wir es schon seit 55 Jahren her. Nun gibt es PERLON RIPS-Teppiche auch in den 63 Le Corbusier-Farben“, erklärt Schoeller. „Unsere Entwicklungsabteilung ist wirklich sehr emsig.“

Zukunftsfähig durch Vernetzung

Auf seinen Lorbeeren ausruhen möchte Anker Teppichboden sich also nicht. Im Gegenteil erweitert das Unternehmen sein Geschäftsfeld, wie Schoeller ausführt: „Unsere Teppichböden liegen nicht nur in Büros, Banken und Hotels, sondern auch in vielen Flugzeugen. Weltweit sind wir bereits Nummer drei auf dem Airline-Markt, aber wir werden dieses Geschäft jetzt mit einem neuen, besonders leichten Teppich auf den asiatischen und US-amerikanischen Airline-Markt ausweiten.“ Auch die ökologische Nachhaltigkeit möchte Schoeller noch verstärken: „Bereits jetzt erzeugen wir 70 Prozent unseres Strombedarfs selbst. Zukünftig möchten wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie aber weiter ausbauen, unser Heizungssystem erneuern sowie die Wärmerückgewinnung aus Kufe und Abwässern einführen.“ Auf Nachhaltigkeit legt Schoeller auch bei der Vernet-zung seines Unternehmens nach wie vor großen Wert: „Wir müssen und wollen uns stetig weiterentwickeln. Der Austausch im Netzwerk ist enorm wichtig für uns, damit wir Partnerunternehmen – vor allem im Rheinland – finden können, mit denen wir zukunftsfähig bleiben. Das Rheinische Schaufenster ist eine gute Ergänzung zu unserem Networking, daher finde ich diese Initiative prima und freue mich sehr über die Auszeichnung.“

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Anker-Teppichboden

Mitarbeiterzahl

300

Umsatz pro Jahr

50 Mio. Euro

Website

www.anker-teppichboden.de

Sponsoren

Deutsche Bank Deutsche Bank