Unternehmen des Monats

RSC Engineering GmbH

Main Visual

Ingenieurskunst aus Köln

Selektives Laserschmelzen (Rapid Technologies) ist ein neues Herstellungsverfahren für komplexe Bauteile, die in den unterschiedlichsten Bereichen der Wirtschaft und der Wissenschaft Verwendung finden. Dabei wird Metall als feines Pulver maschinell Schicht für Schicht mit einem Laser aufgeschweißt. Auf diese Weise entstehen komplexe Metall- oder Kunststoffbauteile, die auf konventionelle Weise nicht oder nur sehr teuer hergestellt werden können. Die RSC Engineering GmbH mit Sitz in Köln-Wahn nutz das neue Verfahren zur Lösung ingenieurtechnischer Herausforderungen und arbeitet dabei mit der Lichtenfelser Herstellerfirma für Laserschmelzmaschinen CONCEPTLASER GmbH eng zusammen.

Industrie und Forschung Hand in Hand

Das aktuellste Projekt, das RSC umgesetzt hat, ist eine Sonde, die für wissenschaftliche Verbrennungsversuche eingesetzt wird. Um den Schadstoffgehalt in Flugzeugtriebwerksabgasen zu reduzieren, sollen im ersten Schritt gemessen werden, wie viele Schadstoffe bei der Verbrennung im Triebwerk anfallen. „Unsere zwei Haupt-Standbeine sind erstens der Sondermaschinenbau z. B.: wissenschaftliche Versuchsanlagen und zweitens Konstruktionen für Rapid Technologies. Im aktuellen Fall ist beides zusammengekommen“, erklärt RSC-Gründer und Geschäftsführer Tim Richter. „Wir haben für einen Prüfstand ein Bauteil entwickelt und per Rapid Technologieverfahren gefertigt, das Temperaturen bis 2.150 °C standhält. Solche enormen Temperaturen entstehen in Flugzeugtriebwerken, das ist eine echte Herausforderung. Die Lösung: eine integrierte Wasserkühlung im Bauteil und eine Keramikschicht darüber. Dieses Bauteil konnte in einem Arbeitsschritt gefertigt werden „Solche Teile sind komplette Einzelanfertigungen, daher eignen sich die Rapid Technologies besonders für die Herstellung. Es ist schneller, besser, leistungsfähiger und vor allem günstiger als konventionelle Alternativen. Zum Vergleich: Die Kosten gegenüber einer konventionellen Fertigung konnten um rund 75 % reduziert werden.

 

Richter hat seine Firma im vergangenen Jahr gegründet und arbeitet eng mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen, das in unmittelbarer Nähe sitzt. „Dort habe ich meine Ausbildung als Industriemechaniker absolviert bevor in an der Fachhochschule Köln Fahrzeugtechnik studiert habe“. Nach meinem Studium bin ich zurück zum DLR, und habe dort als Konstrukteur bereits Prüfstände mit entwickelt, erzählt Richter. Während seines Masters an der Rheinischen Fachhochschule Köln hat er sich auf virtuelle Produktentwicklung spezialisiert. Nach wie vor hat Richter eine enge Bindung an das DLR.

Standortvorteil des Rheinlandes

Das Rheinland birgt für Richter also viele Vorteile: „Neben dem DLR gibt es hier ja vor allem viele Hochschulen, mit denen wir zusammenarbeiten. Daher finde ich die Idee des Rheinischen Schaufensters auch sehr gut – es bietet regionalen Firmen eine gute Möglichkeit, sich auszutauschen und über das Netzwerk interessante Partner kennenzulernen.“ Diese Vernetzung könnte Richter auch bei seinem nächsten Ziel helfen – dem Wachstum: „Aktuell haben wir bereits zwei Mitarbeiter, aber wir möchten im kommenden Jahr gerne noch einen Ingenieur und einen technischen Zeichner einstellen, um noch größere Projekte abwickeln zu können. Langfristig möchten wir uns zu einem großen Ingenieurbüro mit eigenen, größeren Maschinen entwickeln.“

Logo

RSC Engineering GmbH

Firmenhistorie (Eckdaten)

Geschäftsführer: Dipl.-Ing. (FH) Tim Richter M.Eng.

Website

www.rsc-engineering.com

Sponsoren

Deutsche Bank Deutsche Bank