Unternehmen des Monats

Eduard Pommer GmbH & Co. KG

Main Visual

Ein Unternehmen gegen unsere Wegwerfgesellschaft

"Selbst die Grünen lieben mich!", erklärt Barbara Pommer, Geschäftsführerin des Familienunternehmens Eduard Pommer GmbH & Co. KG. Das Unternehmen sorgt für die Wiederherstellung eines der wertvollsten Rohstoffe unserer Zeit: Zellulose. Aus diesem Grundstoff kann nahezu jegliche Art von Papier hergestellt werden. Das Unternehmen kauft beschädigte Papierrollen und Zelluloseballen, die in ihrem aktuellen Zustand nicht mehr verwendet werden können. Meistens entstehen solche Schäden in den Lagern oder auf dem Transportweg, sodass es sich überwiegend um Versicherungsschäden handelt. Ein Havariekommissar stellt den Schaden fest und schreibt die Waren zum Verkauf aus. Die Interessenten geben ihre Gebote ab und die Versicherung erhält den Erlös nach Abzug der Kosten zur eigenen Schadensminimierung. Anschließend verkauft die Pommer GmbH die beschädigte Ware nicht direkt weiter, sondern bearbeitet sie mit speziellen Maschinen auf und bringt das recycelte Papier neuwertig auf den Markt zurück.

Pommer – ein Synonym für Papieraufbereitung

Zellulose ist ein sehr hochwertiger und teurer Rohstoff. Die Papierfabriken können sie nur verarbeiten, wenn sie in einzelne Ballen und Units verpackt sind. Oft sind diese Units nur äußerlich verschmutzt, doch in manchen Fällen ist auch Feuchtigkeit in die Verpackungseinheiten eingedrungen. Die Zellulose quillt dann auf, sodass die Units und Ballen platzen. Die Pommer GmbH & Co. KG macht aus der losen Zellulose wieder Ballen und Units, und sorgt dafür, dass der Rohstoff wieder in Umlauf gebracht werden kann.

„In der Papier- und Papierrohstoffbranche sind wir in der Be- und Verarbeitung von Havarien europaweit am breitesten aufgestellt. Zwar haben wir in jedem Bereich Wettbewerber, aber keinen Konkurrenten, der nahezu alles aufkauft und aufbereiten kann, so wie wir es tun“, stellt Barbara Pommer fest. Daher ist die Eduard Pommer GmbH & Co. KG zu einem Synonym für Papieraufbereitung bei den Havariekommissaren geworden: „Alle, die mit Papier zutun haben, kennen unseren Namen. Das ist der Vorteil, wenn man alteingesessen ist“, erklärt Barbara Pommer.

Ein Familienbetrieb fest verwurzelt im Rheinland mit Blick in die Welt

Vor 62 Jahren überlegte Eduard Pommer - er war bei der Kriegsmarine - was eigentlich mit den Waren passiert, die beim Transport auf den Schiffen beschädigt werden. Er fand eine Nische. Battermann & Tillery war damals der erste Havariekommissar zu dem Kontakt bestand. Danach folgte ziemlich schnell die Firma Gielisch aus Düsseldorf. Beide Unternehmen sind noch heute Geschäftspartner. Eduard Pommer hat sich immer für die Region eingesetzt. Er war Botschafter des Rhein-Erft Kreises und von ganzem Herzen Fan des 1. FC Köln. Zudem pflegte er einen freundschaftlichen Kontakt zum ehemaligen Landrat Werner Stump. Auch Barbara Pommer ist mir der Region verbunden und unterstützt die Initiative des Rheinischen Schaufensters: „Ich finde es eine tolle Idee, Firmen aus der rheinischen Region zu präsentieren und freue mich einen Teil dazu beizusteuern.“ Die Familienunternehmerin ist zwar im Rheinland verwurzelt, blickt aber in die weite Welt. Als Nächstes möchte sie die direkten Kontakte nach Südamerika ausbauen: „Viele Rohstoffe kommen aus brasilianischem nachhaltigen Anbau und das ist für uns sehr wichtig. So können wir unseren Kunden zertifizierte Ware liefern und uns sicher sein, dass wir zukunftsorientiert handeln.“

Logo

Eduard Pommer GmbH & Co. KG

Firmenhistorie (Eckdaten)

Gegründet 1952, Sitz in Kerpen-Sindorf

Website

www.pommer.com

Sponsoren

Deutsche Bank Deutsche Bank