Unternehmen des Monats

Der Sack e.V.

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Ein Sack gegen den Hunger

Gegen Armut und Bedürftigkeit gibt es in unserem Land verschiedene Regelungen und Beihilfen, die es jedem ermöglichen soll nicht an Hunger leiden zu müssen. Dass dies aber nicht immer wirksam genug ist, kann Tag für Tag in beinahe jeder deutschen Großstadt festgestellt werden. Der Verein „Helfen durch Geben – Der Sack e.V.“ zeigt durch sein nunmehr 16-jähriges gesellschaftliches Engagement, dass ein Sack mit Lebensmitteln einen entscheidenden Beitrag zur Unterstützung des täglichen Grundbedarfs leisten kann.

Mehr wäre möglich, wenn die Mittel da wären

Das Team von rein „Helfen durch Geben – Der Sack e.V.“ versorgt im monatlichen Wechsel ca. 3.500 Menschen in Köln mit Säcken voller haltbarer, gesunder Lebensmittel. Die Säcke sind je nach Anzahl der Personen im Haushalt mit ca. 20 festen Produkten gepackt.  Des weiteren werden monatlich 15 Kindertagesstätten mit über 1.200 Kindern an sozialen Brennpunkten Kölns mit kindgerechten, gesunden Lebensmittel versorgt, um ihnen ein reichhaltiges Frühstück zu ermöglichen. Die Lebensmittel erfüllen dabei verschiedene Voraussetzungen: Sie weisen eine ausreichende Haltbarkeit aus und berücksichtigen auch religiöse- oder gesundheitliche Essgewohnheiten. Somit ist gewährleistet, dass jedes Nahrungsmittel von den Empfängern auch gegessen werden kann und die Säcke keiner individuellen Zusammenstellung bedürfen. „Dieses Konzept hat sich sowohl logistisch als auch nachhaltig seit der Vereinsgründung bewährt“, erklärt Vorstandsmitglied Dieter Göckeritz. Im Allgemeinen wird der Verein durch Spenden finanziert: Neben Privatleuten sind auch große Unternehmen oder Institutionen aus dem Kölner Raum wichtige Unterstützer. Der Verein ist auf die Spendenbereitschaft der Unterstützer angewiesen, denn eigentlich könnte noch mehr erreicht werden: Die Bedürftigkeit in Köln nimmt nicht ab, sondern steigt, erklärt Vorstandsmitglied Erika Wittkamp: „Immer mehr Menschen melden sich um mit Lebensmitteln unterstützt zu werden, weil sie sonst einfach nicht über die Runden kommen.“
Aber wie erhält man überhaupt einen Sack? Voraussetzung ist zunächst eine Prüfung durch die Kirchengemeinde, die Caritas, die Diakonie oder ähnlicher Organisationen, ob eine Person oder Familie bedürftig ist. Ist dies der Fall, wird der Personenkreis im Verteiler des Vereins aufgenommen und bei den nächsten Auslieferungen berücksichtigt. Diese finden dann an verschiedenen Abholplätzen statt. Ist es einer Person aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich zu den Abholplätzen zu kommen, werden die Säcke sogar bis zum jeweiligen Haushalt gebracht und persönlich abgegeben.

Von Menschen für Menschen aus Köln - Über die Stadtgrenzen hinaus beispielgebend

Bereits seit seiner Gründung im Jahr 1999 hat sich der Verein durch die Arbeit seiner Mitglieder einen Namen gemacht. Mit dem Umzug von Nippes in das Gewerbegebiet Ossendorf, stehen dem Verein nunmehr eine große Halle und eine gute Verkehrsanbindung als logistische Stütze zur Verfügung. Es gilt jetzt diese Grundlage zu nutzen und weiter auszubauen: Dazu braucht es zum einen weitere Spenden und zum anderen neue ehrenamtliche Mitwirkende mit viel Herz für die Menschen in Köln. „Es müssen engagierte Menschen gefunden werden, welche die Zeit und Motivation mitbringen, diese Arbeit leidenschaftlich auszufüllen. Denn man kann die Arbeit trotz Ehrenamt mit der Leitung eines Unternehmens vergleichen“, erklärt Erika Wittkamp. Dieter Göckeritz fügt hinzu: „Eine gewissen Vernetzung in Köln mit vielen Kontakten, ist sehr wertvoll um ausreichend Spenden für den Verein generieren zu können.“ Denn nur so kann das Motto des 1. Vorsitzenden und Mitbegründer des Vereins, Ernst Mommertz, umgesetzt werden: „Wer kann, der gibt – wer braucht, der kriegt.“

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Der Sack e.V. Helfen durch Geben

Website

www.sack-ev.de

Sponsoren

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